Budokan Görlitz e.V.

Verein zur Pflege traditioneller Kampfkünste

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Karate

Inhaltsverzeichnis

Bedeutung
Kara
Te
Do
Kihon Renshu
Zenshin Kotai
Ippon Kumite
Jiyu Kumite
Kata
unser Stil (Geschichte)
Veranstaltungen & Termine

Bedeutung

Kara bedeutet „leer“

Kara

Ursprünglich wurde dafür ein Schriftzeichen verwendet , das ebenfalls “ Kara „ausgesprochen wurde, jedoch “ fremd „, “ chinesisch “ hieß. MeisterFunakoshi änderte später das Schriftzeichen in seine heutige Bedeutung um.
In einer ganz grundlegende Weise ist auch die Form des Universums Leere (Kara), und so ist Leere die Form an sich. „Form ist Leere, und Leere ist Form an sich“, diese Bedeutung hat das Kara des Karate-do.

Te bedeutet „Hand“

Te

Bezeichnung für die ursprüngliche Selbstverteidigungsmethode auf Okinawa, bevor sie vom chinesischen Quanfa beeinflußtwurde. Später entwickelte sich unter dem Einfluß der chinesischen Systeme daraus dasTôde und in Folge das Okinawa te und das Kara te. In dem Wort Tôde (De ist hier eine phonetische Verzerrung von Te) bedeutet Te sowohl im Chinesischen als auch im Okinawanischen „Technik“. Im Japanischen (z.B. in der Bezeichnung Kara te) steht Te für „Hand“.

Do bezeichnet ein Prinzip der asiatischen Weltanschauung…

Do… und entspringt als Begriff dem japanischen Zen – Buddismus. Übersetzt bedeutet der Begriff Weg, Pfad, Grundsatz, Lehre, Philosphie, Richtung, Prinzip, Methode usw. Do ist ein Weg, in dessen Zentrum eine Übung, zumeist die Übung einer Form steht, deren Ziel jedoch nicht das Erlernen irgendeiner Fertigkeit, sondern das Erweitern des im Menschen liegenden Potentials ist,durch das er zu seiner selbst wachsen und sein Leben mit Bewusstsein und Erkenntnis erfüllen kann.

Khion Renshu

Der Einstieg in das Karatetraining erfolgt durch das Üben der Grundschule − Kihon Renshu.
Hierzu gehören neben den Aufwärmübungen alle standardisierten Techniken (Waza) aus den Bereichen der Abwehr und des Angriffs. Man kann diese vielfältig kategorisieren, so z.B. in Uke Waza (Abwehrtechniken), Atemi Waza (Vitalpunkttechniken), Tzuki Waza (Fausstöße), Geri Waza (Beintechniken) etc.

Geübt werden diese Techniken vorerst im Stand und ohne Partner.
Durch Beständiges Üben und kontinuierlichen Wiederholungen im Laufe der Zeit lernt man seinen Körper kennen, baut allmählich Kraft, Geschmeidigkeit und Kondition auf, entwickelt einen ausgeprägten Gleichgewichtssinn und stabilen Stand.

Vielfach wird dieses vermeintlich so simple „in die Luft hauen“ belächelt und als unnötig empfunden.
Wer jedoch die Tiefe und den wahren Wert des Okinawa Karate begreifen will, muss sich immer und immer wieder dem Üben des Kihon widmen. Es ist nicht nur die Grundlage aller weiterführenden Übungen, sondern dient vor allem auch der Gesunderhaltung und ganzheitlichen Ertüchtigung des Körpers.
Viele moderne Stilrichtungen vernachlässigen die Grundschule zu Gunsten einiger weniger Techniken, die im wettkampforientierten Training schnelle Erfolge versprechen. Dies macht das Training am Anfang sicher spannender, abwechslungsreicher, kämpferischer –  aber zu welchem Preis?

Zenshin Kotai − Techniken in der Bewegung

In der nächsten Stufe folgt nun die Ausführung der gelernten Techniken in der Bewegung.
Größtenteils handelt es sich um Kombinationen aus Abwehr- und Kontertechniken, die ohne Partner geübt werden.
Wie auch im Kihon Renshu kommt es hier auf eine möglichst exakte Ausführung und saubere Stände an.
Die Bewegungsabläufe sollen irgendwann so verinnerlicht sein, dass der/die Karateka (Übende des Karate) sie ohne nachzudenken ausführen kann. Zu der gesteigerten Komplexität der Bewegungen kommen erhöhte Anforderungen an Gleichgewichtssinn, Bewegung und Ausdauer.

Ippon Kumite − abgesprochene Partnerübungen

… kann man mit „Ein-Schritt-Kampf“ übersetzen.

In Anwendung der im Kihon Renshu und Zenshin Kotai erlernten Bewegungen und Techniken übt man nun mit Partner Angriff, Abwehr und Gegenangriff in abgesprochenen Kombinationen.
Auch hier geht es um saubere Ausführung der Techniken in der erlernten Form.
Durch das Üben mit Partner werden Reaktionsvermögen und Distanzgefühl aufgebaut, gleichzeitig stellt es eine gute Möglichkeit der Abhärtung dar.

Jiyu Kumite − freies Kämpfen

Das freie Kämpfen wird bei uns erst ab fortgeschrittenem Niveau trainiert. Widmen sich Anfänger zu zeitig dem Jiyu Kumite, wird dies häufig ein unkontrolliertes, hektisches Schlagen und Treten, was mit Karate wenig zu tun hat.
Um Verletzungen  zu vermeiden, ist ein gewisses Maß an technischen Können, Körper – und Selbstbeherrschung erforderlich, was man sich durch Üben von Kihon Renshu, Zenshin Kotai und Ippon Kumite erwirbt.

Weiterhin sollte ein verantwortungsbewusster Trainer vorab seine Schüler ausreichend kennengelernt haben, denn häufig fördert das Jiyu Kumite eher fragwürdige Charaktereigenschaften zu Tage.

Unbestritten hat das Jiyu Kumite natürlich auch positive Aspekte.
Es trainiert Reaktionsvermögen, Ausweichen, schnelles Umschalten von Defensive und Offensive.
Sinn- und maßvoll angewandt wandelt es die natürliche Angst vor einem Gegner in gesunden Respekt, schafft ein solides Selbstvertrauen und wirkt so Stress entgegen.

Kata − Die Vollendung

Das Üben der Kata ist die höchste, anspruchsvollste Stufe des Karatetrainings. Vielfach werden Formulierungen wie Kampf gegen einen imaginären Gegner, Schattenboxen, Scheinkampf oder Formenlauf als Übersetzung verwendet. All dies wird dem Wesen und Inhalt der Kata jedoch nicht gerecht, denn Kata ist weitaus mehr.

Unter Anwendung der Grundschultechniken in verschiedensten Kombinationen werden Zweikampfstrategien, Verteidigung gegen mehrere Gegner, schnelle Richtungswechsel usw. vermittelt. Mit der sogenannten äußeren Form wird der rein formale Ablauf erlernt.
Die vielfachen Interpretationsmöglichkeiten für reale Verteidigungssituationen erschließen sich einem Karateka erst durch beständiges Üben und dem sich daraus entwickelnden Instinkt. Dieser unerschöpfliche Fundus bietet Antworten auf nahezu jede nur denkbare Frage in der Selbstverteidigung und wird als die innere Form bezeichnet.
Deshalb gilt für uns Kata ist die Essenz des Karate.

All dies wird man jedoch nicht durch oberflächliche Betrachtung erkennen, wenn man Kata als schönen Formenlauf oder gymnastische Kür ansieht, für die man bei Meisterschaften Pokale gewinnen kann.

Unsere Kata entstammen dem Shuri-Te und Tomari-Te und wurden durch Sensei Chotoku Kyan, dem berühmten Meister des Te (auch Tode, frühere Bezeichnung für die chinesisch beeinflusste Kampfkunst von Okinawa) und Begründer des Sukunaihayashi Shorin Ryu, überliefert. Seine Lehrer waren Sokon Matsumura, Kosaku Matsumora, Peichin Maeda, Peichin Oyademare und Peichin Yara. Weitere Einflüsse gelangten über Motobu Choki und Itosu Ankoh in unsere Kata. (siehe auch Geschichte).

Geschichte unseres Stils

Okinawa Shorin-Ryu Karate Do

Die genauen Ursprünge sind leider nicht mehr genau nachvollziehbar. Prinzipiell geht das Karate wohl auf den buddhistischen Mönch Daruma Taishi Bodidharma aus Kanchi Puram ( Südindien ) zurück.

Er brachte seine Kampfkunstkenntnisse nach China. Dort entwickelte sich über die Jahrhunderte die Kunst des Quanfa ( Kempo, Wushu) mit seinen verschiedenen Ausprägungen ( Kranich-, Tiger- Schlangen-, Panter- und Drachenstil). Die bekanntesten Vertreter dieser Kampfkunst sind sicher die Mönche des Shaolin.

Durch rege politische und wirtschaftliche Beziehungen zwischen China und Okinawa übertrugen sich nach und nach die Techniken und Kata auf die Bewohner der Ryukyu-Inseln.

Der erste bekannte Meister des Te ( Tode ) war vermutlich Yara, der etliche Jahre in China lebte und dort die Kampfkunst seines Meisters erlernte.
Der Legende nach unterrichtete er wohl „Tode“ Sakugawa, einen Schüler von Peichin Takahara.
Auf Sakugawa geht eine Variante der Kata Kusanku zurück.
Der bekannteste Schüler Sakugawas war „Bushi“ Sokon Matsumura, der später sogar den Herrscher von Okinawa unterrichtete.
Sein wohl bedeutendster Schüler war Chotoku Kyan, genannt Migwa „kleine Augen“. Er nannte seine Kunst Shorin Ryu – aus seiner Interpretation der Schriftzeichen heraus speziell Sukunaihayashi Ryu (vergleiche dazu auch Matsubayashi-, Kobayashi- und Shobayashi-Ryu).

Dieser vielseitige und ästhetische Stil gehört zu den effektivsten und anspruchsvollsten Karate- Stilen überhaupt. Wir sind daher sehr stolz, seine Kunst weiterführen zu dürfen.
Unser größter Dank und Respekt gebührt dabei Sensei Johann Toth, der 18 Jahre unter Sensei Shihan Jamal Measara (1992 in Dubai) und Sensei Zenpo Shimabukuro trainierte.

Bodihi Daruma buddh. Priester aus Südindien
sein Geburtsort Kanchipuram
Tode (Tote ) Chinahand
Siu Lum, Shaolin Shorin-Ryu
Okinaqwa-Te Selbstverteidigung aus Okinawa
Shuri-Te, Tomari-Te und Naha-Te Selbstverteidigung aus Shuri, Tomari und Naha
Goju-Ryu, Shorin-Ryu, Uechi-Ryu die ersten Hauptstile auf Okinawa

Veranstaltungen & Termine für Karate